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Alt 05.08.2017, 17:42   #1 (permalink)
Überholer
 
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Motorrad: Caponord 1200 Rally, Yamaha Dragstar 1100 (Bobber Style), Vespa PX200
Standard Rally - Die ersten 1.000 KM, ein Erfahrungsbericht

Dieser Erfahrungsbericht soll an den Unentschlossenen helfen die passende Entscheidung zu treffen, allen die schon eine Capo haben in ihrer Entscheidung bestätigen.

Die ersten zwei Wochen mit meiner Rally sind rum und die 1.000 KM für die erste Inspektion sind geschafft. Meine Italienerin habe ich in Schöllkrippen bei MOTEC nach einer kurzen Einweisung übernommen und dann mit einer schönen Tour durch Spessart und Taubertal, etwas mehr wie 200 KM, nach Hause überführt. Mit dem Anlassen kam das Lächeln in mein Gesicht und das hat die gesamte Fahrt angehalten.

Was mich am nachhaltigsten beeindruckt ist die Qualität des Fahrwerks! Ich habe sowohl die GS als die Super Adventure zur Probe gefahren. Ich halte die Capo hierin für eindeutig besser. Auf den Punkt gebracht, es gibt keine schlechten Strassen mehr!Einfach fantastisch!

Der Motor hat in jeder Situation mehr als genug Leistung parat. Sicher, er will ein wenig bei Laune gehalten werdden und auch ich habe mittlerweile das Schieberucklen beim langsam fahren wahrgenommen. Ich werde bei der 1.000er Inspektion ein 44er Kettenblatt montieren lassen und hoffen das die hier im Forum erwähnte Besserung eintritt. Der Sound, einfach Geil! Fast schon unanständig.

Die Bremsen sind sehr Wirkungsvoll, im Bedarfsfall steht Bella extrem schnell. Die Vorderradbremse fühlt sich trotzdem ein wenig indifferent an, beim betätigen der Hinterradbremse habe ich immer das Gefühl in einen nassen Schwamm zu treten, aber bremsen tut sie doch.

Das Thema Komfort lässt sich am besten daran erklären. Ich bin gestern um 8:30 aufgestiegen, die 130 KM zum Hockenheimring über die Aurobahn gedüst, dann 8 Stunden Fahrertraining und im Anschluss über Land 2,5 Std. wieder nach Hause und dann in echt gutem Zustand abgestiegen. Immerhin bin ich mit 51 auch nicht mehr der Jüngste. Gut der Hintern tat ein kleines bisschen weh. Damit kommen wir zum Thema Sitzbank, Sitzhöhe. Ich habe die niedrige Sitzbank von Aprilia, diese ist wirklich bequem. Die Reduktion der Sitzhöhe reicht jedoch nicht aus , dass ich mit meinen 1,70 m Größe vernünftig auf den Boden kommen. Ich stehe auf den Zehenspitzen, sas ist nicht ausreichend. Ich werde diesen Sitz nochmals m 15 bis 20 mm abpolstern lassen müssen.

Bedienung, Bedienungslanleitung und Bedienkräfte, nun ja ein Kapitel das nicht so begeistert.

Fangen wir mit der Bedienungsanleitung an, schlichtweg ein Witz. Die Übersetzung fehlerhaft und dadurch auch mal schwer verständlich. Die Schriftgröße wurde so klein gewählt das man eigentlich eine Lupe braucht.

Ich habe zum Beispiel das Fahrwerk auf Automatik eingestellt und kann es jetzt in keinen anderen Modus ändern. Hilfe! Insgesamt ist die Bedienlogik eher naja, ich glaube die Entwickler haben einfach gewürfelt. Die Einstellung des Tempomat ist auch eine Herausforderung, nicht von der Logik sondern wegen der Haptik.

Die Kupplung, erst dachte ich ja was schreiben die da von wegen hohe Kraft für die Kupplung. Nach diesen 1000 KM und vor allem dem Tag Training kann ich es nachvollziehen. Ich habe Muskelkater in der linken Hand. Wusste nicht dass das geht.

Die Werkstattfrage, hm, da habe ich nicht drüber nachgedacht. Die drei möglichen Werkstätten sind mindestens 30 KM entfernt. Die erste bei der ich mich zur Inspektion anmelden wollte, hätte mir frühestens Ende September einen Termin geben können. Naja, wenn ich das Motorrad bei Ihnen gekauft hätte dann.... Auf meinen Einwand dass Sie gar keine Capo im Angebot hatten sagte Sie dann, ja die gibt es ja nicht mehr. Okay Händler Nummer
zwei aus Nördlingen schied aus, er war dermaßen desinteressiert mir ein Motorrad zu verkaufen, das ich da nicht hin wollte. Das sag natürlich nichts
über die Qualität seiner Arbeit aus. Jetzt habe ich einen Termin bei der Firma Däschlein in Bechhofen, der Techniker hat am Telefon einen Kompetenten und freundlichen Eindruck hinterlassen. Ich hoffe das setzt sich in der Arbeit fort.

Fazit
Ein tolles Motorrad das mich glücklich macht! Ich wollte niemals eine GS fahren und haben in der Rally ein tolles Reisemotorrad gefunden das alles was die GS kann, auch beherrscht und das mit einem Plus an Emotionen. Die ein, zwei Unzulänglichkeiten, was soll´s, Individualität hat seinen Preis. Ich würde wieder eine Caponord kaufen.

Ausblick
Das Thema Kupplung werde ich, wenn wieder Geld in der Kasse ist angehen und den Nehmerzylinder austauschen lassen. Die riesigen Blinker werden LED Blinkern weichen müssen und vielleicht mache ich auch was am Heck. Was auf jeden Fall ausgetauscht wird sind diese hässlichen Flüssigkeitsbehälter, oh man die gehen gar nicht, sehen aus wie Becher für Urinproben. Zur Abrundung wird sie dann noch ein Paar schicke Brems-/Kupplungshebel bekommen.

Beste Grüße aus Hohenlohe!

Kay
Baron ist offline   Mit Zitat antworten
Ungelesen 05.08.2017, 17:42   #1 (permalink)
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Alt 05.08.2017, 19:27   #2 (permalink)
Fahrer
 
Registriert seit: 17.04.2017
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Beiträge: 30
Motorrad: Triumph Tiger 1050. Caponord Rally
Standard

Servus Kai!
Ein toller kurzbericht ,dem ich auch den meisten punkten zustimme.Meine Capo hab ich anfang mai bekommen . Mit 0 Km
Die ersten 1000 hatte ich innerhalb von 2 Wochen drauf. So wie du.
Das beim ersten service das einfahrmapping runter kommt das bis dahin drauf ist sagt auch keiner. Fakt ist; es wird überspielt. Danach läuft die dicke schon mal deutlich besser. Eigentlich so wie man es sich erhofft hat. dennoch: Die Capo brauchte bei mir ca 5000 km bis sie richtig lief.

Ich habe aktuell ca 7000 km drauf und das ding rennt wie der teufel. Genauso wie das vermeintliche problem das einige hier dem Fahrwerk zuschreiben,hatte ich ebenso. Meiner meinung nach liegt das weder am fahrwerk noch am Reifen oder dergleichen. Es liegt für meine begriffe am 1200 ccm V2 . Er braucht zeit bis er sich richtig eingespielt hat. bei mit hat sich das problem derart gebessert das es so gut wie nicht mehr stört .Und man wird einen V2 mit dem hubraum nie ganz frei bekommen von vibrationen .das macht auch den character aus , Wer das möchte muss BMW GT 1600 fahren .Wie gesagt DAS ist meine erfahrung mit der CAPO Rally.

Die Teilweise komische logik bei der bedienung sehe ich sportlich und mich stört das nicht sonderlich. das einzige was mich tatsächlich nervt sind die windgeräusche der scheibe. das geh ich nächstes Jahr mal mit einer MRA Spoilerscheibe an. bis dahin fahr ich lange strecken halt mich stöpsel .kupplung find ich ok. reine gewohnheit.
Und bis man sich in die mappinggeschichte eingearbeitet hat geht halt ein bissel. aber funktionieren tu bei mir alles.
alles in allem ein super tolles mopped mit reisequalitäten auch mit sozia. und genau dafür hab sie gekauft. obwohl sie alleine mir tiereisch laune macht. Sie braucht lediglich ein wenig mehr körpereinsatz als meine Tiger.
ich kann sie empfehlen und bereue nichts


Lg Alex

Geändert von honi68 (05.08.2017 um 19:36 Uhr).
honi68 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.08.2017, 23:14   #3 (permalink)
Winner
 
Benutzerbild von SL1975
 
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Motorrad: Caponord 1200 TP Bj 2016, RST 1000 Futura Bj 2001, Duke 690 BJ 2015
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Hallo Kay,

sehr schöner Bericht über Deine ersten Eindrücke mit der Caponord.

Zur Bedienungsanleitung:
Ich habe sie auch als pdf-Datei, da sind zwar die Rechtschreibfehler nicht raus, aber Du kannst sie vergrößern bis Du was lesen kannst. Schick mir einfach eine PN mit der E-Mail Adresse.

Zur Bedienung:
Fahrwerk wird im Gegensatz zu den Fahrmodi mit den Tasten am Display eingestellt. Funktioniert eigentlich problemlos.

Zur Kupplung:
Es gibt von Oberon einen anderen Nehmerzylinder für 139 EUR. Damit geht sie deutlich leichtgängiger. Hatte ich mir auch schon mal überlegt, es aber wieder verworfen da ich von meinen bisherigen Aprilias nichts anderes gewohnt bin

Zu den Blinkern und zum Heck:
Kellermänner passen zum Beispiel Plug&Play ohne extra Widerstände. Bin mit dem montierten kurzen R&G Heck in Bezug auf Optik und Passform sehr zufrieden.

Zu den Flüssigkeitsbehältern:
Es gibt die sündteuren Abdeckungen von Aprilia. Alu von Rizoma haben leider keine ABE. Habe jetzt ein Schweißband mit Logo für 5 EUR drum.

Weiterhin viel Spaß mit der Capo.

Gruß
Stephan
SL1975 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.08.2017, 13:10   #4 (permalink)
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Motorrad: Caponord 1200 Rally, Yamaha Dragstar 1100 (Bobber Style), Vespa PX200
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Danke Stephan!

Das mit dem Nehmerzylinder hatte ich im Forum schon gelesen und wenn ich mich nicht an die Kupplung gewöhne dann ist das die geplante Maßnahme.

Die Bedienungsanleitung habe ich mir als PDF bereits heruntergerladen, dadurch zumindest besser zu lesen.

Durch den Bordcomputer und die Einstellungen habe ich mich durchgearbeitet, habe dort den Automatikmods für das Fahrwerk aktiviert und dann nicht mehr verändern können. Liegt sicher am Bediener, werde mich da nochmal mit befasen.

Gruß Kay
Baron ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.08.2017, 20:28   #5 (permalink)
Fahrer
 
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Ort: Königsbrunn
Beiträge: 13
Motorrad: Caponord 1200 Rally
Standard Na herzlich willkommen und weiter "Grinsen"

Mein Kauf war ein Blindkauf, da ich normalerweise nur Dreizylinder fahre und von Zweizylindern nie begeistert war.
Allerdings ging es mir so wie Dir-fühl mich deutlich wohler als auf der GS.
Zum Kundendienst bringst sie am besten zur Fa. Laure nach Breitenthal bei Krumbach. Er hat kein Problem damit, dass sie nicht bei ihm gekauft wurde.
Zur Kupplung-> die ist doch leichtgängig!? Ich habe noch eine Triumph Daytona T595 von 1997 und DAS ist eine Kupplung
Weiterhin viel Spaß her und unfallfreie Fahrt!
DerMoench ist offline   Mit Zitat antworten
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