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Alt 16.12.2016, 09:05   #1 (permalink)
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Motorrad: Aprilia Tuono RP 2004
Standard Nach Oel- und Oelfilterwechsel wie Motor starten?

Hallo

Ich melde mich nach längerer Zeit hier wieder an, da ich seit vorgestern wieder eine Tuono RP '04 mit 9200km habe.

Meine letzte Tuono RR Factory konnte ich keine 500km nach dem Kauf fahren da Sie auf dem Prüfstand bei der Einstellung einen kapitalen Motorschaden erlitt. Laufleistung war ca. 38000km. Es ging dabei eigentlich nur um die selektiven Zylindereinstellungen mit dem PC.

Danach folgte ein auf über zwei Jahre langes Gerichtsverfahren gegen den Händler. Der Fall ist seit 4 Monaten abgeschlossen. Factory zurück an den Händler und ich bekam das Geldes wieder zurück. Am Schluss war ich nur froh dieses leidige Thema abgeschlossen zu haben.

Dies ist aber nicht mein eigentliches Anliegen.
Also wärend dieser Zeit fragte ich bei einigen Aprilia Händler nach was der Grund für den Motorschaden sein könnte. Der Rotax gilt bei artgerechter Haltung als unzerstörbar.
Viele Mutmassungen dabei.
Jetzt kommts; Ein AP Händler/Werkstattmeister erzählte mir dann, dass die wenigsten Mechaniker wüssten das nach einem Oelwechsel mit Oelfilterwechsel der Motor ein paar Kurbelwellenumdrehungen ohne Zündung, also ohne Zündkerzen gedreht werden müsste damit das Motoroel sich wieder im ganzen Motorraum und an den beweglichen Teilen verteilen kann, damit alle Teile geoelt werden. Erst danach die Zündkerzen rein und dann den Motor normal starten.

Mit dieser "richtigen" Vorgehensweise wird verhindert das die Kurbelwellenlager einen Schaden erleiden können wegen mangelnder Oel-Schmierung. Dieser Schaden trete nicht sofort auf, aber peu a peu komme dann der Defekt zutage. Werde dieser Vorgang beherzigt, sei der Rotax bullet-proof.

Stimmt diese Aussage? Wer kann mir dies Plausiebel erklären oder ein Gegenargument bringen.

p.s.
Ich bin kein Techniker.
snupo ist offline   Mit Zitat antworten
Ungelesen 16.12.2016, 09:05   #1 (permalink)
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Alt 16.12.2016, 10:03   #2 (permalink)
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Benutzerbild von niemand
 
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Motorrad: Pegaso Strada Factory (07)
Standard

Blödsinn, dann müsstest du das ja bei jedem Kaltstart machen und da ist er "trockener" als beim Ölwechsel. Da wird ja das Öl abgelassen und nicht erst nach 3 Tagen wieder aufgefüllt also ist er nicht annähernd so trocken wie beim Kaltstart. Vor allem sind meist eher die Nockenwellen betroffen, da das die höchste Stelle im Motor ist und als letztes versorgt wird.
Jeder Kaltstart ist ein kleiner Tod, das ist unbestritten aber die Aussage ist Quatsch.

Von meinem schnurlosen Telefon gesendet (wenn's nicht grad geladen wird).

Geändert von niemand (16.12.2016 um 10:06 Uhr).
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Alt 16.12.2016, 14:03   #3 (permalink)
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Hi,
bei einem kompl. Ölwechsel mit Filterwechsel ist das Ölfiltergehäuse leergelaufen. Erst wenn der Motor gedreht wird wird auch die Ölpumpe das Filter-Gehäuse füllen und der Schmierkreislauf der Trockensumpfschmierung wird wieder aufgebaut. Das dauert einige Sek bis 1/2min. Während dieser Zeit läuft der Motor ohne Druckschmierung. Man hört das übrigens auch deutlich an entsprechenden Klopfgeräuschen aus dem Motor und sieht es an der leuchtenden Öldruckkontrolle!
Erst mit dem Anlasser den Motor zu drehen, um den Öldruck erstmals nach einem Öl/-Filterwechsel wieder auf zu bauen, ist sinnvoll. Danach bleibt das Filtergehäuse mit Öl gefüllt, dh. jeder weitere Start kann wieder ganz normal durchgeführt werden.
Mache ich das indem ich den Motor anwerfe, werden die Drücke an den noch nicht geschmierten Lagerstellen (bes. Pleuellager(!) und KW Lager) sehr hoch und sie können beschädigt werden.
Kerzen rausschrauben hilft dem Starter, besser ist auch noch die Spritzufuhr (Spritpumpenrelais, Sicherung, od. Stecker) ab zu klemmen, sonst wird durch den unverbrannten Sprit der Ölfilm vom Zylinder gewaschen. Auch sollte nicht an einem Stück "durchgeorgelt" werden um das Starter-Relais nicht gleich zu schrotten.

Gruß Felix

Geändert von felix (16.12.2016 um 14:17 Uhr).
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Alt 17.12.2016, 04:17   #4 (permalink)
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Motorrad: Aprilia Tuono RP 2004
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Deine Erklärung und Beschreibung ist deckungsgleich mit der des AP Werkstattmeister.

Danke dir Felix
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Alt 17.12.2016, 19:01   #5 (permalink)
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Es gab auch mal eine Aussage von Rotax dazu, dass man eben dieses Prozedere so einhalten soll nach Ölwechsel, also wie felix bereits sagte z.B. Benzinpumpenrelais erstmal abklemmen und so durchdrehen lassen.

Der Hintergrund mit der Aussage von Rotax war glaube ich dass jemand bei Rotax nachgefragt hat bzgl. den Pleuellagerschäden bei manchen RR-Modellen, war glaube ich im .net-Forum.

Klar, wissen und machen nur die wenigsten... bei wohl kaum einem Fahrzeug.

@niemand: Blödsinn ist es nicht, es ist schon ein Unterschied ob nur Kaltstart oder Ölwechsel vorher. Hab letzt an meinem E46 das Öl gewechselt und nach dem starten hat man auch gehört wie Ölpumpe die ersten ca. 3 Sekunden Luft gepumpt hat.

Geändert von 2strokeracing (17.12.2016 um 19:03 Uhr).
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Alt 17.12.2016, 19:42   #6 (permalink)
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Standard Trockensumpfschmierung

Baut heute jemand Motoren mit Trockensumpfschmierung ?

Was wären dann die Vorteile dieser Motoren-"Technologie" und die Nachteile ?
snupo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.12.2016, 20:47   #7 (permalink)
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Hi,
Trockensumpfschmierungen werden oft bei Hochleistungs- und Rennmotoren eingesetzt.
Vorteile sind zuverlässige Schmierung bei hohen Beschleunigungen um die Hoch- (Wheely), Quer- (Kurven) und Längs- (Bescheunigen/Bremsen) achsen, weil keine Luft angesaugt werden kann, es wird ja aus dem großen Öltankvorrat angesaugt. Zudem werden mögliche Pantschverluste durch die ins Ölbad tauchende Kurbelwelle vermieden.
Nachteile sind zwei ständig angetriebene Ölpumpen, der zusätzliche, separate Öltank und der schwierig ab zu lesende Ölstand (i.d.R. nur bei betriebswarmem, laufendem Motor).

Gruß Felix
PS: Das mit dem Ölfiltergehäuse was erst gefüllt werden muss, bevor wieder genug Öldruck aufgebaut werden kann, trifft auch für "normale" Motoren mit Ölwanne zu...

Gruß Felix
felix ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.12.2016, 20:15   #8 (permalink)
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Hallo,
daß man das machen sollte, wusste ich, gemacht hatte ich es bisher nicht.
Heute habe ich bei meiner Bella das Öl und das Kühlmittel gewechselt. Da etwas Kühlwasser auf den Öldruckschalter getropft war, habe ich das Kabel abgezogen und die Steckverbindung gereinigt. Beflügelt durch diesen Thread habe ich die Sicherung für die Einspritzung gezogen, bisschen georgelt, Sicherung rein--- und sie springt nicht an. Erstmal sparsam geschaut dann fiel mir der Öldruckschalter ein. Kabel gesteckt und alles war wieder gut. Das heißt, ohne Öldruckschalter wird auch nichts eingespritzt.
Gruß und einen schönen Adventsabend
Bernd
bernd w. ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.12.2016, 09:38   #9 (permalink)
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Evtl ist das mit dem Öldruckschalter eine (clevere) Nachbesserung seitens Aprilia, ist aber soweit ich weiß bei den älteren Modellen nicht der Fall, da springt die auch noch an wenn die Öldruckllampe leuchtet.
Mooserider ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.12.2016, 14:18   #10 (permalink)
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Motorrad: Tuono Factory 07
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Hallo,
der Öldruckschalter schaltet ja nur gegen Masse. Früher lag + an der Kontrollleuchte und wenn kein Öldruck vorhanden war, war die Leuchte an.
Keine Ahnung, wie das Steuergerät das bemerkt, das kein Schalter angeschlossen ist.
Gruß Bernd
bernd w. ist offline   Mit Zitat antworten
Ungelesen 20.12.2016, 14:18   #1 (permalink)
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