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Alt 15.09.2007, 19:57   #1 (permalink)
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Standard [1000 ccm]: Was meint ihr.....welches Öl ???

Servus......ich denke das mit Sicherheit diese Frage schon mal gestellt wurde, aber da ich NEULING mit einer V2 bin, würde ich gerne Eure Meinung zum Thema "Welches ÖL" hören. Der Händler bei dem ich die Mille gekauft habe, meinte er habe das Beste Öl für mein Moped eingefüllt, Mineralöl 20 W 50.
Bisher fahre ich damit ganz gut, aber da einige von Euch ja die Mille schon ein bissle länger fahren würde ich gerne wissen welches Ihr so fahrt und meint, welches am Besten ist.
Danke Euch schon mal ......................

Gruß Toto
RSVToto ist offline   Mit Zitat antworten
Ungelesen 15.09.2007, 19:57   #1 (permalink)
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Alt 15.09.2007, 21:35   #2 (permalink)
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Hallo,
Aprilia hat jetzt für alle Moppeds egal ob neue oder alte Mille/Tuono, Pegasus oder Caponord 10W40 freigegeben. Habe ich bei der 15000er Inspektion eingefüllt bekommen und habe seitdem fast keinen Ölverbrauch mehr.

Gruß
Wolfgang
V2wolli ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.09.2007, 10:39   #3 (permalink)
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Ich glaub' ich bin der Einzigste hier, der seit Jahr und Tag ein Vollsynthetisches fährt und KEINE Probleme mit der Kupplung hat

=> Castrol RS4T 10W50

Mein Ölverbrauch war bis Km-Stand 52.000 immer so 100ml auf 1000km.
Seit dem letzten Ölwechsel ist er nicht mehr messbar (z.Zt. 56tkm auf der Uhr)... muss ich mir jetzt Gedanken machen
PeterS ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.09.2007, 14:54   #4 (permalink)
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In RSV-Motor wird die Kupplung vom selben Öl geschmiert wir Kupplung und Motor. Die in vielen Ölen eingesetzten Reibwertverbesserer, die der Kraftstoffeinsparung dienen sollen, können hier ein Durchrutschen der Kupplung begünstigen. Deshalb hat man häufig Öle nach Normen aus einer Zeit, als es die Reibwertverbesserer noch nicht gab, vorgegeben. Erst seit 1999 existiert die spezielle Norm für Motorradmotoren mit gemeinsamem Ölkreislauf, das auf Kupplungstauglichkeit geprüft wurde (JASO MA, MB). Die Ölempfehlung des RSV-Motors wurde vor 1999 erstellt. Bei diesen Ölen werden meistens scherstabile synth. Ester als Grundöle eingesetzt, um der Scherung im Getriebe stand zu halten. Es handelt sich als um „synthetische „ Öle. Doch was bedeutet das hinsichtlich der Schmierung – dem 1. Ziel, das ein Öl zu erfüllen hat? Gar nichts. Wie grenzen wir ein Öl von einem andern ab? Ein modernes Motorenöl (um hier nicht den werbetechnischen Ausdruck „synthetisches“) besteht aus einem Gemisch von Grundölen und 15-20% Additiven. Sind alle Additive synthetischen Ursprungs, ergibt ein Gemisch von Grundölen, die aus nicht natürlichen Grundstoffen hergestellt wurden, ein synthetisches Basisöl? Ich stimme der Auffassung zu, dass das Werbeaussagen sind, die dem Kunden erfolgreich nahe gebracht wurden. Er hat gelernt zu glauben, dass vollsynth. Öle die besten seien, und die ihn vor Motorschaden durch Materialermüdung, Verschleiß durch Kaltstart und hohe Drehzahlen versichern. Die Fähigkeiten eines Öles lassen sich nicht aus dem begriffen mineralisch, voll- oder gar halbsynthetisch ablesen. Man muss die Freigaben für das Öl genau lesen und wissen, was diese bewirken.
Grundsätzlich kann man sagen, dass bei den allermeisten Serienmotoren ist ein Motorenöl SAE 40 oder auch SAE 30 ausreichend ist, um eine sichere Schmierung aller Wellen zu garantieren. Grundsätzlich gilt auch, dass höherviskose Öle (50, 60) einen ruhigeren Motorlauf erbringen als dünnviskosige Öle. Da wir heute keine Einbereichsöle mehr verwenden möchten, muß das Öl durch VI-Verbesserer (ViskositätsIndex) in Form von qualitativ unterschiedlichen Polymerketten zu einem Mehrbereichsöl umgestrickt werden. Diese Ketten werden von den Getrieberädern zerhackt und zusehends wirkungsloser. Wenn wir ein niedrigviskosiges Mineralöl nehmen und hieraus ein Mehrbereichsöl herstellen möchten, das einen breiten VI-Bereich abdeckt, z. Bsp. 5W50, so müssen wir viele VI-Verbesserer hineingeben, und mit fortschreitender Zerhackung wird das Motoröl immer mehr auf den Index des Grundöles zurückfallen, sodass nach 10Tkm möglicherweise noch ein 5W15 Öl übrig bliebe. Hier liegt dann der Vorteil der (besten) vollsynthetischen Grundöle, die aus synthetischen Estern oder Ester/PAO-Gemischen bestehen. Bei diesen schafft man es heute, mit sehr wenigen VI-Verbesserern oder sogar ganz ohne diese einen breiten Mehrbereichscharakter zu erreichen, der auch mit fortschreitender Kilometerzahl nicht zerfällt, weil das Getriebe hier nichts ausrichten kann.
Je höher die Drehzahl ist um so dünner sollte das Öl sein um ausreichend schnell fließen zu können.
Niedrigviskoses Öl für hohe Drehzahlen, hochviskoses Öl für niedere Drehzahl. Der RSV-Motor ist kein hoch drehender Motoradmotor, gemessen an der Latte der 4-zylindrigen Konkurrenz.
Bei den dünnen Ölen ist eher das Thema Kraftstoffverdünnung ein Problem. Beim Umölen auf eine dünnviskoseres Öl kann es einen erneuten Einlaufvorgang geben, der mit vermehrtem Ölverbrauch einhergeht, der nach einiger Zeit wieder stoppt. Bei einem intakten Motor wird ein dünnviskoseres Öl einen geringeren Ölverbauch hervor rufen, wie ein höherviskoseres Öl, da 95% des Ölverbrauches im Bereich Kolben-Kolbenring-Zylinderwandung entstehen (nach Testreihen eines namhaften britischen Mineralölkonzerns). Ein dünneres Öl lässt sich leichter durch die Ringe abstreifen, sodass weniger Verbrauch entsteht.
Andersherum verhält es sich, wenn im Bereich Ventilschaftdichtungen und Ventilführungen schon merklicher Verschleiß stattgefunden hat. Hier ist ein Verbrauch eher durch höherviskoses Öl zu vermindern.
Und wie wählt man nun sein Motoröl aus? Man sollte einem Motoröl keine magischen Kräfte zuschreiben und wissen, dass es nicht alle Schäden vermeiden kann. Schlechte Öle gibt es nicht mehr, selbst Baumarktöl wird seine Arbeit erfüllen, wenn man es nur häufig genug wechselt. Verschleiß beim Kaltstart ist primär vom der eigenen Behandlung des Motores als vom Öl abhängig (wiewohl natürlich ein niedrigerviskoses Öl schneller schmiert als ein höherviskoses Öl). Am besten benutzt man das Öl seines persönlichen Vertrauens.
persilia ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.09.2007, 15:43   #5 (permalink)
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Wow... viel Text und viele Details... am besten gefällt mir der letzte Satz
PeterS ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.09.2007, 20:24   #6 (permalink)
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Hi,
ich fahre mittlerweile seit 2 Jahren absolut Problemlos das günstige PROCYCLE SAE 10W-50 von Tante Louis.
Kaum Verbrauch feststellbar.
Habe dazu auch schon einges geschrieben.
Gruss, Stefan.
Mr.Muzik ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.09.2007, 20:47   #7 (permalink)
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Ja das sind ja schon mal ein paar Amhaltspunkte....und ich muss auch sagen........wow was für ein Text........aber er ist wirklich sehr infomativ. Vielen Dank dafür und natürlich danke an alle für Eure Erfahrungen.
Muss dann wohl mal schauen was ich dann als nächstes reinmachen werde.
Nur das vollsynthetische werde ich nicht versuchen, da ich bei einer viertakter GSX R 1100 und meiner ZX 9 R schon mächtig Probleme damit hatte.

Ich bin jetzt seit dem Kauf etwa 400 KM gefahren und muss demnächst mal schauen ob und wieviel meine kleine an Öl verbraucht. Dazu werde ich mir aber erst mal einen Montageständer zulegen, bin nur noch auf der Suche nach einem "Guten" und nicht s ein billig Schrott der beim Hochhebeln kaputt bricht.
Aber da gibt es ja reichlich von im Netz, z.b. bei Ebay gibt es soviele verschiedene, und natürlich auch vom Preis..........

So.......dann Gruß @ all.........
RSVToto ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.09.2007, 23:55   #8 (permalink)
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@ RSVToto: Wegen Montageständer schau mal unter www.werner-staender.de

Gruß,

Mark
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Alt 18.09.2007, 11:51   #9 (permalink)
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Moin Mark,
habe mal nachgesehen unter der Adresse.....ist bestimmt sehr gute Qualität aber unter 100€ für den hinteren Montageständer is da nix drin. Habe bei Ebay auch gute gefunden, es sind zwar ganz billige für 20€ da drin aber auch ein paar um die 40€ die eigentlich einen vernünftigen Eindruck machen. Aber das sieht man eh erst hinterher ob das Teil was taugt........

Gruß Torsten
RSVToto ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.09.2007, 12:08   #10 (permalink)
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Ja klar die Werner-Staender sind nicht billig, aber dafuer beste qualitaet made in Germany
CrackerJack ist offline   Mit Zitat antworten
Ungelesen 18.09.2007, 12:08   #1 (permalink)
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